Mit der Kernbotschaft “Kerosin entschwefeln!” berichtete der Sprecher des bundesweiten VCD Arbeitskreises Flugverkehr auf dem Bayerntreffen des VCD Landesverband Bayern am 19. Oktober 2024 in Bamberg.
Damit können die Emissionen von Ultrafeinstaubpartikeln deutlich reduziert werden. Dies führt zu positiven gesundheitlichen Effekten insbesondere in den Anliegerkommunen von Flughäfen.
Aber die reduzierte Partikelemission aufgrund von schwefelfreiem Kerosin (wie ja bei Dieselkraftstoff und Heizöl bereits seit langem Standard) hat auch deutliche klimarelevante Effekte. Weniger Partikel führen zu weniger Kondensstreifen und helfen damit die Non-CO2-Effekte Flugverkehrs zu reduzieren.
Alfred Schreiber (AK Flugverkehr des VCD) mit seiner Forderung: “Kerosin entschwefeln!” auf dem Bayerntreffen des VCD Bayern Video: Andreas Kagermeier
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Teile uns mit, wie gut und sicher du in den Landkreisen Freising, Erding und Dachau mit dem Radl unterwegs sein kannst und wie das Miteinander im Verkehr klappt. Neben den Basisfragen wird beim ADFC-Fahrradklima-Test 2024 auch schwerpunktmäßig das Thema Miteinander im Verkehr abgefragt.
Bis 30. November 2024 können Radfahrer:innen wieder bewerten, wie die Fahrradfreundlichkeit in ihren Städten und Gemeinden ist.
Je mehr Menschen am ADFC-Fahrradklima-Test 2024 teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.
Wichtig für die Arbeit von ADFC Freising und VCD Freising-Erding-Dachau: nur wenn aus einer Gemeinde mehr als 50 Personen am Fahrradklimatest teilnehmen, werden die Ergebnisse auch veröffentlicht und können für unsere verkehrspolitische Arbeit verwendet werden:
Hintergrund zum Fahrradklimatest 2024: Der ADFC Fahrradklima-Test läuft vom 1. September bis 30. November 2024.. Das Beantworten der 27 Fragen auf www.fkt.adfc.de dauert nur etwa zehn Minuten. Wer mag, kann sich im Anschluss für einen Newsletter anmelden, um über die Ergebnisse informiert zu werden. Die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden in sechs Größenklassen werden im Frühjahr 2025 im Bundesverkehrsministerium in Berlin ausgezeichnet.
Der ADFC führt den Test alle zwei Jahre durch – in diesem Jahr zum elften Mal. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist eine der wichtigsten und aussagekräftigsten Erhebung zur Entwicklung der Situation des Fahrradverkehrs in Deutschland.
“Miteinander – aber sicher!” Unter diesem Motto stand die Freisinger Radldemo 2024 in Lerchenfeld.
Auslöser für die Wahl des Standortes war der aktuell laufende einjährige Verkehrsversuch mit Radschutzstreifen in der Erdinger Straße und Gute Änger. Durch die Radschutzstreifen konnte die Verkehrssicherheit für Radfahrer:innen in den beiden Straßen verbessert werden. Der Radentscheid Freising fordert, dass nach der Versuchsphase diese Minimallösung dauerhaft ausgewiesen wird. Unbenommen davon ist, dass ggf. in der Guten Änger ggf. nach Vorliegen der Ergebnisse des Verkehrsversuches noch kleinere Anpassungen und Optimierung vorzunehmen sind.
Aber die Zielsetzung war deutlich weiter gespannt. So sollte einerseits anerkannt werden, dass sich die Stadt Freising seit dem 2022 geschlossenen Vertrag mit dem Radentscheid Freising intensiv um die Verbesserung der Verhältnisse für die Radfahrenden gekümmert hat und auch in den letzten zweieinhalb Jahren der fünfjährigen Laufzeit auch bereits einiges verbessert worden ist. Andererseits war es aber auch Anliegen, darauf aufmerksam zu machen , dass noch viele wichtige Projekte nicht zuletzt der sog. Bahnposten 15 als Verbindung von Lerchenfeld unter der Bahnlinie in die Innenstadt mit größerem Engagement vorangetrieben werden müssten.
Emilia Kirner vom Radentscheid Freising auf der Kundgebung zur Radldemo Photo: A. Kagermeier
Ausreichend Platz für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen war lange Zeit keine Selbstverständlichkeit. Lange Zeit wurden diese oft auf “Restflächen” verwiesen, die nach der Priorisierung des motorisierten Individualverkehr noch übrig blieben. Dies hat in vielen Fällen auch zu Konflikten zwischen den Radfahrer:innen und den Fußgänger:innen geführt. Nachdem aber in Freising nach und nach einige Flächen – vor allem in der Innenstadt – prioritär für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer:innen gewidmet werden, ist es umso wichtiger, dass die Radfahrenden auch entsprechend Rücksicht auf Fußgänger:innen nehmen und sich achtsam verhalten im Sinne eine sich gegenseitig respektierenden Miteinanders. Auch hierfür wollte die Radldemo ein Zeichen setzen.
Unser Dank gilt den Vertreter:innen der Stadtratsfraktionen am Runden Radltisch von SPD, Freien Wählern, Grünen und ÖDP für ihre Kundgebungsbeiträge.
Jürgen Maguhn vom VCD bei seinem Kundgebungsbeitrag Photo: Andreas Kagermeier
Emilia Kirner sprach für den Radentscheid Freising Photo: Andreas Kagermeier
Während der Kundgebung: Photo: Andreas Kagermeier
… aufmerksames Zuhören Photo: Andreas Kagermeier
Los geht’s zur Rundfahrt durch Lerchenfeld Photo: Andreas Kagermeier
… bis hinunter zum Südring Photo: Andreas Kagermeier
Kundgebung: Ziele des Radentscheids Freising (Emilia Kirner) Video: Andreas Kagermeier
Kundgebung: was hat der Radentscheids Freising bereits erreicht (Emilia Kirner) Video: Andreas Kagermeier
Start zur Radldemo-Rundfahrt Video: Andreas Kagermeier
.. über den Südring Video: Andreas Kagermeier
… und die Kulturstraße zurück zum Ausgangspunkt Video: Andreas Kagermeier
Die Veranstalter danken allen Teilnehmer:innen fürs Mitmachen und dass sie dadurch mit dazu beigetragen haben, ein Zeichen zu setzen für ein radlfreundliches Freising. Bedanken möchten sie sich aber auch bei den Mitarbeiterinnen der Polizeiinspektion Freising, die die Veranstaltung souverän begleitet haben … und dafür ihren Samstag Nachmittag opfern mussten.
I have a dream: Mehr Aufenthaltsqualität für Menschen im Öffentlichen Raum
Unter dem Motto “I have a dream” stand der 2. Freisinger Parking Day am 20. September 2024 in der Wippenhauser Straße.
Wertvoller Platz in unseren Innenstädten wird durch die Verwendung für das Abstellen von Kraftfahrzeugen für andere Nutzungsmöglichkeiten entzogen. Mit der temporären Umnutzung dieser seit 2005 jährlich weltweit begangenen Aktion des Parking Day wird anschaulich gezeigt, welcher Gewinn an Aufenthalts- und auch Lebensqualität damit verbunden ist, wenn aktuell für den ruhenden motorisierten Individualverkehr gewidmete Flächen für das Leben der Menschen in der Stadt genutzt würden. Nach dem erfolgreichen “1. Freisinger Parking Day” im letzten Jahr an der Bahnhofstraße wurde der 2024 Freisinger Parking Day – da die Bahnhofsstraße für Reisebusse im Korbinianjahr reserviert ist – hat die Initiativgruppe “Parking Day Freising” den Parkplatz an der Wippenhauser Straße gewählt.
Da wo üblicherweise Autos parken erwartete die Besucher:innen beim 2. Freisinger Parking Day ein entspanntes Ambiente mit kleinen Tischen und Hockern und viel Platz zum Spielen.
Sharepic zum 2. Freisinger Parking Day
Es gab ein buntes Angebot mit Café, Crepes, Musik, Verkehrsquiz, einem Fahrrad-Check und vielen Spielmöglichkeiten. Aber auch spielen sowie kreativ werden und ein T-Shirt selbst bedrucken oder Seedbombs formen war möglich. Damit konnten die Besucher:innen unmittelbar erfahren, wie schön es sein kann, wenn der Traum wahr wird, dass knapper öffentlicher Raum für den Aufenthalt von Menschen genutzt wird: Lebensfreude statt Blechlawinen.
Wenn sich die Menschen den Platz zurück erobern empfinden sie ihre Stadt oft als lebenswerter.
Auch vor dem Hintergrund des Klimawandels ist es wichtig, dass in den Innenstädten mehr grüne Oasen geschaffen werden. Dies kann auch durch die Umwidmung von bisherigen Parkflächen im öffentlichen Raum geschehen. Durch die kühlende Wirkung von Bäumen sind insbesondere an heißen Sommertagen dann Ruhebereiche gegen den Hitzestress vorhanden.
Zum Parking Day: Der Parking Day ist ein seit 2005 international begangener Aktionstag, der anschaulich zeigen will, welcher Gewinn an Aufenthalts- und auch Lebensqualität damit verbunden ist, wenn aktuell für den ruhenden motorisierten Individualverkehr gewidmete Flächen für den Aufenthalt von Menschen in den Innenstädten Stadt genutzt würden. Jeweils am dritten Freitag im September werden Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung zugeführt.
Park(ing) Day in Freising: I have a dream: Mehr Aufenthaltsqualität für Menschen im öffentlichen Raum
2. Freisinger Park(ing) Day am 20. September 2024 in der Wippenhauser Straße
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von Radentscheid Freising, ADFC Freising und VCD Freising-Erding-Dachau
Wertvoller Platz in unseren Innenstädten wird durch die Verwendung für das Abstellen von Kraftfahrzeugen anderen Nutzungen entzogen. Der internationale Park(ing) Day will aufzeigen, welcher Gewinn an Aufenthaltsqualität damit verbunden ist, wenn Parkflächen temporär als Aufenthaltsräume für Menschen gewidmet werden. Die Initiativgruppe “Park(ing) Day Freising” veranstaltet in diesem Sinn am Freitag, 20. September 2024 zum zweiten Mal den Park(ing) Day – dieses Mal in der Wippenhauser Straße.
Impressionen vom Park(ing) Day in Freising 2023 Photo: A. Kagermeier
Da, wo üblicherweise Autos parken, erwartet die Besucher:innen beim 2. Freisinger Park(ing) Day ein entspanntes Ambiente mit kleinen Tischen und Hockern, auf denen man Kaffee trinken, Musik hören und lesen kann. Aber auch spielen sowie kreativ werden und ein T-Shirt selbst bedrucken oder Seedbombs formen ist möglich. Damit können die Besucher:innen unmittelbar erfahren, wie schön es sein kann, wenn der Traum wahr wird, dass knapper öffentlicher Raum für den Aufenthalt von Menschen genutzt wird – Lebensfreude statt Blechlawine.
Fanny Wirth aus dem Kreis der Organisator:innen führt aus: “Auch vor dem Hintergrund der Klimakrise ist es wichtig, dass in den Innenstädten mehr grüne Oasen geschaffen werden. Dies kann auch durch die Umwidmung von bisherigen Parkflächen im öffentlichen Raum geschehen. Durch die kühlende Wirkung von Bäumen sind dann, insbesondere an heißen Sommertagen, Ruhebereiche gegen den Hitzestress vorhanden“. Jürgen Maguhn vom VCD Freising fügt hinzu: “Weniger Autos am Straßenrand im öffentlichen Raum – für die ja in Parkgaragen und Großparkplätzen in Freising noch genügend Kapazitäten vorhanden sind – tragen auch dazu bei, dass sich die Menschen den Platz zurückerobern und ihre Stadt als lebenswerter empfinden“.
Der Park(ing) Day Freising wird vom VCD, ADFC, BUND Naturschutz, der Initiative Critical Mass und Fridays for Future Freising unterstützt.
Die Veranstalter rufen alle Freisinger:innen – insbesondere auch Eltern mit Kindern – dazu auf, am Freitag, den 20. September 2024 zwischen 13 und 20 Uhr an der Wippenhauser Straße (zwischen Karlwirtkreuzung und AOK) vorbei zu kommen um den möglichen Gewinn an Aufenthalts- und Lebensqualität zu erfahren.
Impressionen vom Park(ing) Day in Freising 2023
Über den Internationalen Park(ing) Day
Der Park(ing) Day ist ein seit 2005 international zumeist in Innenstädten begangener Aktionstag. Er findet in der Regel am dritten Freitag im September statt. Dabei werden Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung zugeführt, etwa als grüne Oase bzw. Pflanzinsel oder als Spiel- und Ausruhfläche.
Damit soll anschaulich gezeigt werden, welcher Gewinn an Aufenthalts- und auch Lebensqualität damit verbunden ist, wenn aktuell für den ruhenden motorisierten Individualverkehr gewidmete Flächen für das Leben der Menschen in der Stadt genutzt würden.
Freising hat sich auf den Weg gemacht, eine fahrradfreundliche Stadt zu werden. Neben einer angemessenen Fahrradinfrastruktur gehört dazu auch gegenseitiger Respekt und wechselseitige Achtsamkeit aller am Verkehr Teilnehmenden. Der Radentscheid Freising ruft in diesem Sinn zu einer Radldemo am Samstag, den 21. September 2024 auf.
Unterstützt von VCD, ADFC, BUND Naturschutz, Fridays for Future und der Agenda-Gruppe Bauen, Wohnen und Verkehr soll bei der Radldemo ein Zeichen gesetzt werden, dass zwar schon einiges erreicht worden ist auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Kommune, gleichzeitig aber noch ein längerer Weg bis dahin zurückzulegen ist.
Lasst uns am 21. September 2024 ein eindrucksvolles Zeichen setzen zur Unterstützung der vereinbarten Maßnahmen des Radentscheid Freising Photo: A. Kagermeier
Miteinander – aber sicher! lautet das Motto der Radldemo am 21. September 2024 Photo: Radentscheid Freising
Selbstverständlich gehört zur Fahrradfreundlichkeit ein entsprechendes Angebot für Radfahrende. Hier sind seit dem zwischen dem Radentscheid und der Stadt Freising 2022 geschlossenen Vertrag bereits einige konkrete Maßnahmen umgesetzt worden. Diese werden vom Radentscheid und den unterstützenden Organisationen begrüßt. In der weiteren Laufzeit des Vertrags bis 2027 stehen aber noch einige “dicke Bretter” – auch mit größeren Investitionen in die Fahrradinfrastruktur – an. Angemessene und fehlerverzeihende Radwege sind eine wichtige Voraussetzung für sicheres Radfahren.
Emilia Kirner, eine der Sprecher:innen des Radentscheid Freising erläutert: “Ausreichend breite eigenständige und durchgängige Fahrradwege entflechten den Fußgänger- und den Fahrradverkehr. Viele Konflikte zwischen Radfahrer:innen und Fußgänger:innen resultieren auch aus der Tatsache, dass beide Gruppen in den letzten Jahrzehnten zusammen auf “Restflächen” verwiesen worden sind und damit Konflikte vorprogrammiert sind.
Hans Pemp, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes Freising ergänzt: “Gleichzeitig gibt es aber auch – wenn auch relativ wenige – Radfahrende, die bei gemeinsamer Nutzung von Wegen mit zu Fuß Gehenden nicht die gebotene Achtsamkeit und Vorsicht walten lassen. Unsere Radldemo soll ein Zeichen dafür setzen, dass alle am Verkehr Teilnehmenden auf die jeweils Schwächeren Rücksicht nehmen“.
Jürgen Maguhn vom VCD Freising fügt hinzu: “Dieses gilt insbesondere auch für Autofahrer:innen gegenüber den schwächeren nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer:innen, die nicht durch massives Blech geschützt sind. Auch diese sollen durch die Radldemo darauf aufmerksam gemacht werden, dass gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz eine wichtige Voraussetzung für ein sicheres Miteinander ist“.
Das Motto “Miteinander – aber sicher!” unterstreicht dementsprechend, dass für Verkehrssicherheit einerseits angemessene Verkehrsflächen für alle Verkehrsteilnehmer:innen notwendig sind. Über die konkreten baulichen Gegebenheiten hinaus sind es aber eben auch die Verkehrsteilnehmer:innen selbst, die durch ihr Verhalten in erheblichem Maß zu einem sicheren Miteinander beitragen können.
Die Demonstration startet am Samstag, den 21. September 2024 um 14 Uhr mit einer Kundgebung in der Erdinger Straße (bei der St. Lantpert-Kirche, Grüner Hof). Dabei werden auch Vertreter:innen der im Stadtrat vertretenen Fraktionen zu Wort kommen.
Im Anschluss bewegt sich der Radl-Demonstrationszug entlang der Erdinger Straße Richtung Gute Änger, vorbei an den dortigen Schulen. Über den Südring geht es weiter zur Katharina-Mair-Straße, die Jagdstraße und die Kulturstraße zurück zum Ausgangspunkt in der Erdinger Straße.
Die Veranstalter rufen alle Bürger:innen Freisings dazu auf, sich an der Radldemo zu beteiligen und damit ihre Unterstützung für ein sicheres Miteinanders im Verkehr zu bekunden.
Über den Radentscheid Freising Der Radentscheid Freising hatte zum Ziel, dass die Qualität der Radwege, insbesondere auch die Gestaltung von Kreuzungen und Einmündungen verbessert wird, ein durchgängiges und leistungsfähiges Radvorrangnetz sowie Radschnellwege für den Pendlerverkehr in die Nachbargemeinden entstehen und Fahrradabstellmöglichkeiten ausgebaut werden. Nach der Sammlung von knapp 5.000 Unterstützerunterschriften in 2020 und 2021 wurde 2022 ein Vertrag mit der Stadt Freising geschlossen, in dem in den 5 Jahren bis 2027 eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt bzw. deren Planung vorangetrieben werden sollen.
Einige Verbesserungen, aber noch einiges an “Luft nach oben”.
Der VCD Freising-Erding-Dachau hat ihn seit Jahren gefordert. Im Oktober 2021 wurde die Schnellbuslinie X660 Garching-Freising-Weihenstephan zur Verbindung der beiden Hochschulstandorte und als Anbindung der Stadt Freising an die U6 in Garching endlich eingerichtet.
Inzwischen ist aufgrund der guten Nachfrage das Angebot bereits mehrfach erweitert worden … und läuft und läuft und läuft.
Auch der teils bereits eingerichtete 20-Minuten-Takt im Berufsverkehr wird sehr gut angenommen – es sollte der 20-Minuten-Takt unbedingt erweitert werden!
Der vom VCD seit Jahren geforderte neue Schnellbus X660 wird gut angenommen Photo: A. Schreiber
Die Linie 635 Freising-Flughafen hat seit Dezember 2023 jetzt einen 10-Minuten-Takt (zuvor 20-Minuten-Takt).
Die Linie 683 Hörgertshausen-Mauern-Moosburg hat frühmorgens eine halbstündliche Anbindung nach Moosburg und ist mit einer Fahrzeit von lediglich 7 Minuten von Mauern-Mitterfeld nach Moosburg praktisch unschlagbar.
Was nützt jedoch diese Super-Verbindung, wenn nachmittags und abends große Lücken bestehen? Der VCD drängt hier auf zusätzliche Fahrten; ebenso sollte anstelle der samstags bisher nur 2 Fahrten je Richtung künftig ein 2-Stunden-Takt eingerichtet werden.
… aber vieles steht auch noch aus oder verzögert sich
Während die bereits umgesetzten Maßnahmen vor allem einfach zu realisierende Markierungen sind, sieht es bei größeren Umgestaltungen, die dann auch mit baulichen Maßnahmen verbunden wären, deutlich schlechter aus. Insbesondere die Bahnquerungen liegen noch in weiter Ferne.
Darstellung des Stands 8/2024 bei den bis 2027 zugesagten Planungen
Zwar ist die Schaffung eines Fahrradstreifens in dem Teil der Mainburger Straße zwischen Alois-Steinecker-Straße und General-von-Nagel-Straße noch für dieses Jahr vorgesehen. In der Johannisstraße, dem oberen Teil der Wippenhauser Straße (im Umfeld der dortigen Schulen) oder der Landshuter Straße ist bislang außer einigen Überlegungen und Vorplanungen nicht Konkretes geschehen. Teilweise wurde die Umsetzung auch aufgrund der Haushaltskürzungen für das Jahr 2024 von der Mehrheit des Stadtrats zeitlich nach hinten geschoben.
Auch beim jahrzehntelangen „Dauerbrenner“, dem sog. Bahnposten 15 (Bahnquerung von Lerchenfeld in die Innenstadt), gehen die Planungen nur zäh und im Schneckentempo voran. Die konkrete Schaffung einer komfortablen Bahnquerung für Radfahrende liegt noch in weiter Ferne.
Für die Ortsteile sind insbesondere die Fahrradverbindungen mit der Kernstadt wichtig. Diese verlaufen meist entlang von Staats- oder Kreisstraßen (nach Sünzhausen oder von Tüntenhausen nach Erlau und Zolling) und liegen damit außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Stadt Freising. Hier sind sind noch keine konkreten Fortschritte zu vermelden.
Gleiches gilt für die Radverbindung von Pulling nach Neufahrn oder von Attaching Richtung Flughafen.
Gleiches gilt für eine Rad-Südumfahrung des Dombergs (zwischen Sondermüllerweg – Brunnhausgasse) als Alternative zur Nutzung der Hauptstraße. Auch hier ist die Stadt auf die Mitwirkungsbereitschafts des Grundstückseigentümers angewiesen.
Darstellung des Stands 8/2024 bei den vereinbarten Maßnahmen und Planungen für die Ortsteile
Insgesamt sind also durchaus eine Reihe der vereinbarten Maßnahmen umgesetzt bzw. angegangen worden.
Bis 2027 liegt allerdings noch viel Arbeit vor der Stadtverwaltung und dem Stadtrat um die vereinbarten Ziele weitgehend zu erreichen.
Der Radentscheid Freising – und damit auch der VCD – bleiben weiterhin am Ball.
Vieles wurde schon angegangen und manches auch bereits umgesetzt
Nach der erfolgreichen Durchführung des Radentscheid Freising wurde im März 2022 ein Vertrag zwischen der Stadt und dem Initiativkreis geschlossen. Dieser hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Im September 2024 ist die Hälfte der zwischen der Stadt und dem Initiativkreis Laufzeit vorbei, so dass Zeit für eine Zwischenbilanz ist.
Grundsätzlich scheint der Radentscheid dazu beigetragen zu haben, dass in der Stadtpolitik und bei der Verwaltung den Belangen von Radfahrenden inzwischen mehr Rechnung getragen wird als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Dies hat sich auch in den Bewertungen beim letzten Fahrradklimatest des ADFC 2022 schon niedergeschlagen, bei dem die Stadt Freising attestiert bekam, dass sich die Fahrradförderung in jüngerer Zeit verbessert hat. Auch die Einführung von kommunalen Lastenmietfahrrädern wurde positiv gewertet.
Auch wurde ein Teil der Karlwirtkreuzung (Vöttinger / Wippenhauser Straße) fahrradfreundlich gestaltet und auch einige Schutzstreifen (unterer Teil der Wippenhauser Straße und Ergänzung in der Vöttinger Straße) von der Kfz-Fahrbahn abmarkiert. Jüngstes Beispiel sind die im Juni markierten Fahrradschutzstreifen in der Erdinger Straße und Gute Änger, mit denen die Nord-Süd-Verbindung von Attaching/Lerchenfeld in die Innenstadt sowie die Schulwege zu den Schulen in den Guten Ängern etwas radfahrerfreundlicher geworden sind.
Erwähnt sei noch die Brückenkappenverbreiterung der Isarstraße, die mehr ein Abfallprodukt der sowieso anstehenden Brückensanierung war. die Tempo 30 Zone um die Steinparkschulen.
An vereinbarten Abstellanlagen wurde diejenige an der Luitpoldhalle realisiert.
Die umgesetzten Maßnahmen sind in der unten stehenden Abbildung dargestellt.
Über die konkreten Infrastrukturmaßnahmen hinaus ist die Einführung des Lastenradmietsystems besonders positiv hervorzuheben.
Darstellung des bisherigen Umsetzungsstands 8/2024 bei den vereinbarten konkreten Maßnahmen
Allerdings handelt es sich dabei im Wesentlichen um relativ einfach zu realisierende, meist nur mit Fahrbahnmarkierungen verbundene Maßnahmen, die als sog. „Quick Wins“ charakterisiert werden können.
Größere Umgestaltungen, die dann auch mit baulichen Maßnahmen verbunden wären, sind bislang kaum erfolgt