PM183a Jahreshauptversammlung des VCD/Radgesetz Bayern

Vorstand des VCD Freising-Erding-Dachau nach der Wahl im Juli 2023
Von links nach rechts: Vilmar Eggersdorfer (Beisitzer), Andreas Kagermeier (Schatzmeister), Jürgen Maguhn (Beisitzer), Bernhard Sturm (2. Vorsitzender), Emilia Kirner (Beisitzerin), Alfred Schreiber (1. Vorsitzender). Ganz rechts: Franz Gabler (Stellvertretender Vorsitzender des VCD-Landesverbands)
Photo: Siegried Polsfuß

Pressemitteilung

07.08.2023

Jahreshauptversammlung des VCD

Bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes des VCD – Verkehrsclub Deutschland im Freisinger “Haus der Vereine” schilderte Prof. Andreas Kagermeier in seinem Vortrag das Zustandekommen des neuen bayerischen Radgesetzes. Dies wurde im Landtag mit Regierungsmehrheit von CSU und Freien Wählern beschlossen, nachdem das Volksgehren zuvor nicht zugelassen worden war. Kagermeier: “Das neue Gesetz bleibt deutlich hinter den Vorschlägen des Volksbegehrens zurück. Allerdings wäre ohne diese Initiative wohl überhaupt kein Gesetz entstanden” – zumindest ein Teilerfolg konnte somit erreicht werden.

Der bisherige Vorstand und die Kassenprüfer wurden wiedergewählt; neu in den Vorstand gewählt wurde Emilia Kirner, die auch bereits für die ÖPD im Freisinger Stadtrat ist. Ebenso wurde eine Satzungsänderung zu Einladungen zur Jahreshauptversammlung einstimmig beschlossen.

Kreisvorsitzender Alfred Schreiber berichtete über die zahlreichen Aktivitäten des Kreisverbandes, der auch intensiv mit den VCD-Nachbarkreisverbänden in München und Landshut zusammenarbeitet. Ausbau des ÖPNV, Verbesserungen bei den Bahnverbindungen, Förderung Radverkehr, Einwendungen gegen immer weitere Straßenbaumaßnahmen – mit Anträgen und Vorschläge an Verwaltungen und bei Beteiligungsverfahren konnten einige Dinge positiv vorangebracht werden.

Zum Thema Barrierefreiheit schilderte Schreiber, dass in Deutschland generell nur ein einziger Aufzug an Bahnstationen vorgesehen sei. Bei Ausfall dieses einen einzigen Aufzugs ist dann oft wochenlang keine Benutzung mehr möglich, von Personen die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. In vielen anderen Ländern gebe es standartmäßig durchaus auch zwei oder drei Aufzüge an einer Bahnstation. Daher hat der der Kreisverband zusammen mit dem VCD-Kreisverband München eine Aktion gestartet über das Bundesverkehrsministerium und den Münchner Stadtrat. Jüngstes Beispiel aus der Praxis war kürzlich am Moosburger Bahnhof, wo die Feuerwehr jemand aus dem steckengebliebenen Aufzug am Bahnhof befreien musste.

Pressebericht in Freisinger Tagblatt vom 03.08.2023